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App-Store-Ablehnung

Guideline 3.1.3 (andere Kaufmethoden): Reader-Apps, Multiplattform-Dienste und Links zu externen Käufen

Guideline 3.1.3 listet auf, wann eine App Zahlungen außerhalb von In-App-Käufen zulassen darf. Reader-Apps können Web-Käufe ohne In-App-Kauf freischalten, Multiplattform-Dienste nur, wenn sie zusätzlich In-App-Käufe anbieten, und Apps im US-Storefront dürfen inzwischen auf externe Zahlung verlinken. Dieser Bereich ändert sich oft; nutze diese Seite als Landkarte und prüfe Apples aktuellen Text, bevor du dich darauf verlässt.

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Was 3.1.3 sagt

Guideline 3.1.3 nennt sieben Arten von Apps, die andere Kaufmethoden als In-App-Kauf nutzen dürfen. In der App dürfen auch diese Apps Nutzer nicht ermutigen, auf anderem Weg zu bezahlen, mit zwei Ausnahmen, die in der Guideline stehen: Apps im US-Storefront und die Link-Entitlements, die in 3.1.1(a) und 3.1.3(a) beschrieben sind. Kommunikation außerhalb der App, etwa eine E-Mail an deine Nutzer zu Web-Preisen, ist erlaubt.

Sie ist das Gegenstück zu Guideline 3.1.1, die In-App-Kauf für digitale Funktionen und Inhalte verlangt. Wenn deine App etwas Digitales verkauft und in keine der 3.1.3-Kategorien passt, gilt 3.1.1.

Die 3.1.3-Kategorien, sinngemäß zusammengefasst

  • 3.1.3(a)

    Reader-Apps

    Apps für zuvor gekaufte Zeitschriften, Zeitungen, Bücher, Audio, Musik oder Video dürfen Nutzern Zugriff auf das geben, was sie anderswo gekauft haben. Sie dürfen kostenlose Account-Erstellung und Account-Verwaltung anbieten und ein Entitlement beantragen, um einen informativen Link auf ihre eigene Website zu zeigen. Im US-Storefront ist dieses Entitlement nicht erforderlich.

  • 3.1.3(b)

    Multiplattform-Dienste

    Apps, die plattformübergreifend funktionieren, dürfen Nutzern Zugriff auf Inhalte, Abos oder Funktionen geben, die im Web oder anderswo gekauft wurden, einschließlich Verbrauchsartikeln in Multiplattform-Spielen, sofern diese Artikel in der App auch als In-App-Käufe erhältlich sind.

  • 3.1.3(c)

    Enterprise-Dienste

    Apps, die direkt an Organisationen für deren Mitarbeitende oder Studierende verkauft werden, dürfen freischalten, was die Organisation gekauft hat. Verkäufe an Verbraucher, Einzelnutzer und Familien laufen über In-App-Kauf.

  • 3.1.3(d)

    Dienste von Person zu Person

    Echtzeit-Dienste eins zu eins zwischen zwei Personen (Nachhilfe, Beratung, Fitnesstraining) dürfen anders bezahlt werden; Dienste für einige wenige oder viele Personen gleichzeitig laufen über In-App-Kauf.

  • 3.1.3(e)

    Waren und Dienstleistungen außerhalb der App

    Physische Waren und Dienstleistungen, die außerhalb der App genutzt werden, müssen mit anderen Methoden wie Apple Pay oder Karteneingabe bezahlt werden, nicht per In-App-Kauf.

  • 3.1.3(f)

    Kostenlose eigenständige Apps

    Kostenlose Begleit-Apps zu einem kostenpflichtigen Web-Tool für VoIP, Cloud-Speicher, E-Mail oder Webhosting dürfen auf In-App-Kauf verzichten, wenn es in der App keine Käufe und keine Aufforderung gibt, außerhalb zu kaufen.

  • 3.1.3(g)

    Apps zur Anzeigenverwaltung

    Apps, deren einziger Zweck der Kauf und die Verwaltung von Werbekampagnen ist, dürfen auf In-App-Kauf verzichten; Boosts oder Anzeigen, die in derselben App erscheinen, laufen über In-App-Kauf.

Was in der Ablehnungsnachricht meist steht

Zwei Nachrichten dominieren. Die erste sagt, dass die App Zugriff auf digitale Inhalte oder Abos gibt, die außerhalb der App gekauft wurden, diese Artikel aber nicht per In-App-Kauf erhältlich sind; Reviewer ordnen das meist 3.1.1 zu und verweisen auf 3.1.3(b). Die zweite sagt, dass die App Buttons, Links oder andere Handlungsaufforderungen enthält, die Kunden zu einer anderen Kaufmethode als In-App-Kauf lenken, oft mit einem Screenshot deiner Preisseite, eines "Abrechnung verwalten"-Links zum Stripe-Portal oder eines Satzes wie "Abonniere auf unserer Website".

Reader-Apps bekommen eine Variante: Account-Erstellung und -Verwaltung sind in Ordnung, aber die App zeigt Preise oder einen Kaufweg für kostenpflichtige Stufen.

Großartige Arbeit! Ich habe noch nie etwas programmiert, aber ich konnte damit arbeiten. Einfach und schnell! Auch mit großartiger Hilfe von den Erstellern!

Lucas Dubois · CodeCanyon

Warum Web-Wrapper-Apps hier landen

Die Website ist der Shop

Deine Web-App verkauft bereits Abos über Stripe. Als App verpackt kommen Preisseite, Checkout und Abrechnungsportal mit, sofern du sie nicht ausblendest.

Web-Abonnenten loggen sich auf dem iPhone ein

Bestehende Kunden erwarten ihren Plan in der App. Das ist für Reader-Apps erlaubt und für alle anderen nur, wenn zusätzlich In-App-Kauf angeboten wird (3.1.3(b)).

Die Annahme, jede Content-App sei eine Reader-App

Die Reader-Ausnahme ist eng: Zeitschriften, Zeitungen, Bücher, Audio, Musik und Video. Ein KI-Schreibtool, ein SaaS-Dashboard oder eine interaktive Kursplattform wird in der Regel nicht so eingestuft.

Eine Web-App, viele Storefronts

Der US-Storefront erlaubt Links zu externen Käufen; die meisten anderen nicht. Dieselbe Web-App, die in jedem Land angezeigt wird, muss wissen, aus welchem Storefront die App stammt.

Der US-Storefront: Links zu externer Zahlung

Nach einem Gerichtsbeschluss vom April 2025 im Verfahren von Epic Games hat Apple seine Guidelines geändert: Für Apps im US-Storefront gilt das Verbot von Buttons, externen Links und anderen Handlungsaufforderungen, die auf andere Kaufmethoden verweisen, nicht, und die Link-Entitlements sind dort nicht nötig. Stand Ende 2026 steht diese Ausnahme in 3.1.1(a), 3.1.3 und 3.1.3(a). Der Fall ging vor Gericht weiter, insbesondere um die Frage, ob und wie viel Apple für Käufe über solche Links verlangen darf; die kommerziellen Bedingungen können sich also wieder ändern.

Was das für dich bedeutet: In den USA darfst du einen Button "Auf unserer Website abonnieren" zeigen, der deinen Web-Checkout öffnet. Der Guideline-Text beschreibt In-App-Kauf aber weiterhin als den Weg, digitale Funktionen in der App freizuschalten, und behandelt den Link als Ergänzung; für eine kleine App ist In-App-Kauf plus optionaler US-Link deshalb das Setup, das die wenigsten Fragen aufwirft. Wir empfehlen, den Link in Safari zu öffnen statt in der WebView der App. Prüfe den aktuellen Wortlaut von 3.1.1(a) und 3.1.3 in App Store Connect, bevor du veröffentlichst.

Die EU und andere Regionen

In der Europäischen Union bietet Apple unter dem Digital Markets Act alternative Bedingungen an: alternative Zahlungsabwicklung in der App, Links zu externen Käufen über ein Entitlement und Vertrieb über alternative Marktplätze, jeweils mit eigenen Gebühren, Hinweispflichten und Verträgen. Apple hat diese Bedingungen 2025 überarbeitet, und sie können sich erneut ändern. Einige andere Storefronts wie Südkorea und Japan haben nach lokalem Recht eigene Optionen. Für eine App, hinter der nur eine Person steht, überwiegen Einrichtungsaufwand und Gebührenrechnung meist die Ersparnis; lies Apples aktuelle regionale Entwicklerseiten, bevor du dich entscheidest.

Welches Setup zu deiner App passt

Dein ProduktKategorieWas die iOS-App darf
Newsletter, Magazin, Podcast oder Videobibliothek, im Web verkauft3.1.3(a) Reader-AppEinloggen und auf Käufe zugreifen, kostenlose Registrierung, Account-Verwaltung. Außerhalb der USA keine Preise oder Kaufbuttons, außer einem informativen Link mit dem Entitlement.
SaaS- oder KI-Tool mit Web-Abos über Stripe3.1.3(b) MultiplattformWeb-Pläne freischalten und dieselben Pläne als In-App-Kauf anbieten. USA: ein optionaler Link zu deinem Web-Checkout.
Tool, das nur an Unternehmen für deren Mitarbeitende verkauft wird3.1.3(c) EnterpriseDen Plan der Organisation freischalten; kein Verbraucherkauf in der App.
Live-Coaching oder Nachhilfe eins zu eins3.1.3(d) Person zu PersonStripe oder ein anderer Zahlungsanbieter für die Sitzungen; aufgezeichnete Kurse laufen über In-App-Kauf.
Marktplatz für physische Waren, Essen oder lokale Dienstleistungen3.1.3(e)Stripe, Apple Pay oder Karteneingabe; In-App-Kauf darf nicht genutzt werden.
Kostenlose Begleit-App zu bezahltem Hosting, Speicher, E-Mail oder VoIP3.1.3(f) kostenlos und eigenständigKeine Käufe und keine Kaufaufforderung, nirgends in der App.

So setzt du es in einer WebViewGold-App um

  1. Wähle deine Kategorie und schreib sie auf

    Entscheide, welche Zeile deine App beschreibt, und schreib diesen Satz in die Review-Notizen. "This is a reader app under 3.1.3(a)" kommt viel besser an als Schweigen.

  2. Lass die Web-App die iOS-App erkennen

    Setze useragent_iphone in Config.swift auf den Standard-User-Agent plus eine Markierung wie MyAppiOS und prüfe navigator.userAgent in deiner Web-App.

  3. Lies den Storefront aus

    Rufe getstorelocation:// auf oder setze autoInjectVariable auf true. WebViewGold stellt dann den Ländercode des App Stores in storeLocation bereit (zum Beispiel US) oder null, wenn er nicht verfügbar ist. Behandle null wie einen Storefront außerhalb der USA. Details in der Doku zu In-App-Käufen.

  4. Biete In-App-Kauf an, wo nötig

    Multiplattform-Apps ergänzen dieselben Pläne über RevenueCat (revenuecat://purchase?external_id=USER_ID&product=pro_monthly) und synchronisieren das Entitlement mit deinem Backend, wie im Guide zur RevenueCat-Einrichtung gezeigt. Reader-Apps überspringen diesen Schritt und blenden stattdessen alle Preise aus.

  5. Öffne den externen Checkout in Safari, nur in den USA

    Wenn du einen US-Link zu deinem Web-Checkout zeigst, füge seinen Host (zum Beispiel checkout.yourdomain.com) zu safariwhitelist hinzu, damit der Link die App verlässt, wie in der Doku zu URL Handling beschrieben. Außerhalb der USA renderst du den Link gar nicht.

  6. Entferne die Überbleibsel und antworte

    Außerhalb der USA bleiben das Stripe-Abrechnungsportal, Banner wie "im Web günstiger", Web-Promo-Codes und Preisvergleiche auf der Website. Lade einen neuen Build hoch, wenn du Config.swift geändert hast, und antworte dann im Resolution Center.

Kaufoptionen je nach Storefront

Eine Funktion entscheidet, was der Kaufscreen zeigt. Die Website funktioniert genau wie vorher.

javascript
// Config.swift: useragent_iphone = "<Standard-User-Agent von iOS> MyAppiOS", autoInjectVariable = true
var inIosApp = navigator.userAgent.indexOf("MyAppiOS") !== -1;

function purchaseOptions() {
  if (!inIosApp) return { stripe: true };  // Website: unverändert
  var us = typeof storeLocation !== "undefined" && storeLocation === "US";
  return {
    iap: true,     // Multiplattform-Dienst: immer In-App-Kauf anbieten
    webLink: us    // nur US-Storefront; der Checkout-Host steht in safariwhitelist
  };
}

// Variante Reader-App: kein In-App-Kauf, keine Preise außerhalb der USA
// return { iap: false, webLink: us, showPrices: us };

Antwortvorlage für das Resolution Center

Nenne die Kategorie ausdrücklich und beschreibe dann, was der Reviewer in der App findet und was nicht. Die Vorlage bleibt auf Englisch, weil App Review Englisch liest.

Antwort im Resolution Center (behalte die passende Variante)
Hello App Review team,

Thank you for reviewing [App name] [version] ([build]). We would like to explain how purchases work in the app.

[Reader app]
[App name] is a reader app under Guideline 3.1.3(a). It lets existing subscribers [read the magazine / listen to the audio library] they purchased on our website. The app offers free account creation and account management only. There are no prices, purchase buttons or purchase links in the app [outside the United States storefront].

[Multiplatform service]
Users who subscribed on our website can use the same plan in the app (Guideline 3.1.3(b)). All plans are also available as In-App Purchases: [product IDs]. [On the United States storefront only, the paywall also shows a link to our website checkout, which opens in Safari.]

What we changed: [removed the Stripe billing link, hid web prices in the app, added In-App Purchase products].
Where to verify: [screen]. The demo account is in App Review Information.

Best regards,
[Name], [email]

Checkliste

  • Du kennst deine Kategorie, und sie steht in den Review-Notizen.
  • Multiplattform-Apps: Jeder Web-Plan existiert auch als In-App-Kauf, mit Links zum Wiederherstellen und Verwalten (siehe Guideline 3.1.2).
  • Reader-Apps: keine Preise oder Kaufbuttons außerhalb der USA; nur Account-Erstellung und -Verwaltung.
  • Links zu externer Zahlung erscheinen nur, wenn storeLocation gleich US ist, und öffnen sich in Safari.
  • Kein Stripe-Portal, keine Web-Promo-Codes und keine Preisvergleiche in Storefronts außerhalb der USA.
  • Du hast den aktuellen Text von 3.1.1(a) und 3.1.3 am Tag der Einreichung geprüft.

Häufig gestellte Fragen

Ist meine App eine Reader-App?

Nur wenn ihr Hauptinhalt aus Zeitschriften, Zeitungen, Büchern, Audio, Musik oder Video besteht, die Nutzer gekauft oder abonniert haben. Softwarefunktionen, KI-Credits, Vorlagen und Tools zählen nicht, auch wenn das Ergebnis als Text geliefert wird.

Meine Nutzer abonnieren im Web. Können sie die iOS-App nutzen, ohne erneut zu zahlen?

Ja. Reader-Apps dürfen Web-Käufe freischalten, ohne In-App-Kauf anzubieten. Andere Apps dürfen sie nach 3.1.3(b) freischalten, solange dieselben Pläne auch in der App gekauft werden können.

Darf eine US-App auf Stripe verlinken und ganz auf In-App-Kauf verzichten?

Der Guideline-Text verbietet den Link im US-Storefront nicht mehr, beschreibt In-App-Kauf aber weiterhin als den Weg, digitale Funktionen freizuschalten, und die Rechtslage ist weiter in Bewegung. Einige große Apps haben reine Link-Setups veröffentlicht; für eine kleine App ist In-App-Kauf plus optionaler US-Link der sicherere Weg. Prüfe den aktuellen Text, bevor du entscheidest.

Darf ich meine Nutzer per E-Mail auf günstigere Preise auf der Website hinweisen?

Ja. Guideline 3.1.3 erlaubt Kommunikation außerhalb der App über andere Kaufmethoden. In der App darf sie außerhalb des US-Storefronts nicht auf diese Preise verweisen.

Gilt die US-Ausnahme, wenn meine App auch in anderen Ländern verfügbar ist?

Sie gilt nur für den US-Storefront. Jeder andere Storefront folgt den üblichen Regeln; deshalb sollte deine Web-App den Storefront-Code auslesen und den Link nur für US zeigen.

Verlangt Apple eine Provision auf Käufe über US-Links nach außen?

Diese Frage liegt seit dem Beschluss von 2025 vor Gericht. Prüfe Apples aktuelle Bedingungen und den Guideline-Text in App Store Connect und baue deine Preisgestaltung nicht auf einer Gebührenhöhe auf, die sich ändern kann.

Drei Wege, deine App in die Stores zu bringen

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Erstattungen erfolgen zu den in unseren FAQ genannten Bedingungen: eine nicht inhaltsbedingte Ablehnung durch Apple und/oder Google, geltend gemacht innerhalb von 14 Tagen nach dem Kauf.